Störtebekers Erben?!

Posted: 16/04/2012 in Alltägliches
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Egal wo man in diesen Tagen hinschaut oder -hört, liest oder sich einfach nur aufhält, ständig “springt” einen ein Pirat an. Zum Glück meist nur in Form von Schlagzeilen oder Gesprächsfetzen aber das kann das Nervenkostüm auch schon in Mitleidenschaft ziehen.

Irgendwer beschuldigt hier die Piraten in der Politik für Anarchie im Internet zu werben und dort wird behauptet, dass der böse 16jährige durch das Kopieren von CDs (Piraterie!) für seine Kumpel die Musikwirtschaft in die Armut treibt; von den Schwerverbrechern, die gar Filme im Internet veröffentlichen und die armen Schauspieler so dazu zwingen, sich mit nur noch 10 Millionen US$ pro Film abspeisen zu lassen, will ich hier gar nicht erst anfangen.

Okay, das mag jetzt ziemlich zynisch klingen (und vielleicht auch so, als hätten “Raubkopierer” in meinen Augen das Recht, soetwas zu tun) aber wenn man all diese wilden Thesen und Anschuldigungen für bare Münze nähme, wer wäre dann KEIN Verbrecher mehr?
Ja, schon gut, ich hör Euch ja schon alle “ICH” schreien!

Aber mal ehrlich:Wer hat vor zwanzig Jahren nicht jede CD auf Kassette (der Link ist für die Jüngeren gedacht ;o) ) überspielt, um sie auch im Auto hören zu können? Okay, das war damals die sogenannte “Sicherheitskopie zur eigenen Verwendung” aber wie viele davon wurden wohl unter Hand an Freunde und Kollegen weitergegeben? Wie viele hatten denn damals Doppelkassettendecks? und wer konnte zwei Kassetten gleichzeitig hören???
Die ersten CD-Brenner? Höllenmaschinen, welche den Untergang der Musikindustrie besiegelten!
Filesharingprogramme wie “Napster”? HÖLLENMASCHINEN, welche den Untergang der Musikindustrie besiegeln!
Filesharingprogramme wie “eMule”? HÖLLENMASCHINEN, welche den Untergang der Filmindustrie besiegeln!
Onlineplattformen wie “Kino.to”? HÖLLEN…. Nein, ich will es nicht schon wieder schreiben müssen, ihr habt bestimmt gemerkt, worauf ich hinaus will.

Irgendwie haben wir (und damit sind auch sämtliche Sparten der Unterhaltungsindustrie gemeint) all diese Entwicklungen er- und letzten Endes auch Überlebt, ohne das Michael Jackson jemals Stütze beantragen musste. Also finde ich, wir können es dabei belassen, dass jemand, der für seinen Fillius illegaler Weise den neuen Zeichentrickfilm aus dem Netz zieht, weil er gerade Doppelschichten schiebt und nicht mit dem Junior ins Kino gehen kann, KEIN Verbrecher ist.
Wie man darüber Urteilen möchte, wenn jemand dies im großen Stil betreibt und sich möglicher Weise noch daran bereichert, steht auf einem anderen Blatt.

Noch kurz zu den Piraten in der Politik (Wirklich kurz, und auch nur Ausnahmsweise!):
Wen es interessiert, was die Piraten fordern und sich nicht auf das Stammtischgespräch in der nächsten Eckkneipe verlassen will, kann sich zum Beispiel hier oder, wer es lieber kurz und bündig mag, hier informieren.
Und dann in die Eckkneipe gehen, welcher ich jeder nur erdenkliche Unterstützung zukommen lassen möchte!

So, dass musste jetzt einfach mal raus.

Also, macht was draus!

Euer daetschemol

ps: Diejenigen, die auf mein Kommentar über ACTA bzw. Urheberrecht gewartet haben, muss ich für heute leider enttäuschen. Vielleicht irgendwann mal. Bis dahin möchte ich Euch aber diesen Artikel von Christoph Hardebusch empfehlen!

… ist gut gemeint. Das behauptet zumindest die Hamburger Band “Kettcar” in ihrem Lied “Im Taxi weinen”.

Ob derjenige, welcher den Korrekturvorschlag für den folgenden Druckfehler gemacht hat….

… es auch nur gut meinte oder ob er tatsächlich der Meinung war, es durch sein tun wirklich etwas zu verbessern, dürft Ihr selbst entscheiden. Aber seht selbst…

 

 

… ich für meinen Teil bin mir nämlich nicht wirklich sicher, was ich lustiger finden soll.

Also, bis zur nächsten drucktechnischen Eskapade!

Euer daetschemol

Kennt ihr fremdschämen? Natürlich kennt ihr das, was frag ich überhaupt?
Aber habt ihr schonmal was von fremdsorgen gehört? Nein?

Naja, das ist im Grunde genommen das gleiche, nur nicht ganz so peinlich.  Es geht eigentlich darum, sich um Umstände zu sorgen, die einen selbst, aus den unterschiedlichsten Gründen, nicht so wirklich betreffen. Um das mal etwas zu veranschaulichen, will ich Euch hier mal ein Beispiel aus dem Arbeitsalltag geben, mit welchem wohl die meisten etwas anfangen können:

Das Deo des Arbeitskollegen, der gerade unterwegs ins Büro des Chefs ist, hatte schon in der Frühstückspause versagt. Ihr mögt diese Person und wollt nicht, dass er bei der anstehenden Besprechung einen schlechten Eindruck macht.
Aber wie sollt ihr dem Kollegen auf den letzten 15 Metern, mitten durch ein Großraumbüro und unter den Augen von 50 anderen noch einen dezenten Tipp geben?

Verzwickte Situation, oder?
Behaltet nun diese Problematik mal im Hinterkopf, während wir uns  kurz einem anderen, dafür aber topaktuellen Problem zuwenden.
Ich fang also noch mal an:

Eigentlich wollte ich heute morgen ja noch schnell ein Foto des Lektorats hochladen, um meine Drohung von Sonntag wahr zu machen; aber kaum hatte ich den Rechner an, war alles voll mit Berichterstattungen, Kritiken, Stellungnahmen und sonstigem Geschreibsel über einen Nobelpreisträger und sein neustes Schriftstück.

Ich will mich hier jetzt nicht in die Reihe der Interpreten und Reisswölfe einreihen, sondern nur mal eine andere Perspektive aufzeigen; meine nämlich.
Als ich diese brandheiße Dokument aus der Feder des Günther G. gelesen habe, waren mir sofort zwei Dinge klar:

  1. Mann, macht der Typ sich Gedanken! Wer wäre denn heute noch blöd genug, ernsthaft mit dem Gedanken zu spielen, Atomwaffen einzusetzen und
  2. Das ist doch kein Gedicht! Also zur schulischen Pflichtlektüre schafft er das  damit auf keinen Fall.

Okay, ich geb ja zu, dass die zweite Erkenntnis mir auch kein warmes Mittagessen einbringt aber vielleicht sollte ich mir die erste noch mal genauer Anschauen.

Ist es wirklich so abwegig, dass irgendwer mit diesem Gedanken spielt? Ich mein, dafür das die Menschheit dazu tendiert extreme Dummheiten zu begehen nur weil sie dazu in der Lage ist, gibt es ja ausreichend Beispiele. Ebenso für die Tatsache, dass oft schon ein Idiot ausreicht, um ein ganzes Volk in seinen Wahn mit einzubeziehen. Mal angenommen, der gute Günther hatte einen ganz ähnlichen Gedankengang wie ebendiesen und verfügt über ein größeres Wissen über die akuten Zustände in Israel als Wikipedia und ich, ist es dann verwunderlich, dass er sich darüber Gedanken macht, wie er den “Kollegen Israel” (den er ja mag; siehe oben) davon abhalten kann, mächtig schlechten Eindruck vor allen Anderen zu machen?

Ich glaube fast, Günther hat unser Problem aus der “Einleitung” gelöst!
Er ist einfach aufgestanden, hat dem Kollegen zugepfiffen, ihm eine Dose Axe zugeworfen und gerufen: “Hier! dann hast du schonmal die Sekretärin auf deiner  Seite!”
Und diese Lösung des Problems ist schlichtweg genial, denn sie umschifft die größten Fallen der Situation:

  1. Der Kollege versteht den augenzwinkernden Wink mit dem Zaunpfahl ohne sich öffentlich gedemütigt zu sehen (Hoffentlich zumindest; und wir haben es, falls nicht, doch wenigstens versucht) und
  2. Verbessert, zumindest olfaktorisch, seinen Auftritt beim Chef.
  3. Die restlichen Büroinsassen bekommen wahrscheinlich das eigentliche Problem gar nicht mit, womit der Kollege keinem Spott ausgesetzt wird und nicht zuletzt
  4. bleibt die Freundschaft unbelastet.

In Anbetracht dieser Punkte fallen die zwei drei Kollegen, die sich vielleicht denken können, was da grad passiert ist und diejenigen, die hinter Günthers Rücken tratschen, dass dieser doch mit seinen Späßen auf Kosten anderer nur wieder Aufmerksamkeit heischen will, gar nicht mehr ins Gewicht.

Deshalb bilde ich hiermit offiziell den- kleingeschriebenen – Neologismus “grass – grasser – am grassesten”!
Des Weiteren spreche ich mich ausdrücklich dafür aus, dass sich jeder in einer solchen Situation des Fremdsorgens genauso grass verhält und auch andere dazu animiert, denn in meinen Augen ist grass das subtil unserer Zeit!

Also, macht was draus!

Euer daetschemol

An Ostern gibt’s noch Hoffnung!

Posted: 07/04/2012 in Das Lektorat!
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Heute gibt’s mal etwas löbliches: Den Beweis, dass der Ein oder Andere noch mal über sein / ihr Geschriebenes drüber liest, bevor er es der Öffentlichkeit preis gibt. So fand ich das folgende Schild diese Woche in einem kleinen Laden:

 

 

Im ersten Moment sieht es ja gut aus, aber dass sich da ein Fehlerteufel eingeschlichen hat, seht ihr in der Detailansicht der unteren rechten Ecke:

 

 

Tja, zum Glück  ist da noch jemandem aufgefallen, dass “Osterartikem” irgendwie falsch ist. Es gibt also tatsächlich noch Hoffnung!

Das dies allerdings eher eine Ausnahme der Regel ist, zeig ich Euch dann nach den Feiertagen.

 

Also, frohe Ostern Euch allen da draußen und jedem sein Paar dicke Eier!

In diesem Sinne,

Euer daetschemol

Wellness for Pirats!

Posted: 05/04/2012 in Das Lektorat!
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Achja, kaum haben es die Piraten in den saarländischen Landtag geschafft, gibt es auch schon das passende Angebot für die gestressten Politiker: die HARR-Entfernung!

 

 

Zuerst dacht ich ja, es sei ein logopädisches Angebot zwecks Entfernung des “HARR” (engl.:Argh) aus dem piratischen Sprachschatz aber irgendwie konnte ich mir dann doch nicht vorstellen, dass dies mittels heißgewachsten Stimmbändern vonstatten gehen soll.

Naja, falls jemand von Euch mutig genug ist, dieses einmalige Angebot auszuprobieren, schreibt mir doch bitte und ich schick Euch dann die Adresse des Ladens.
Ich wäre natürlich höchst erfreut, wenn Ihr dann hinterher kurz etwas über die Behandlung schreiben könntet!

In diesem Sinne,

Euer daetschemol

20! Was jetzt?

Posted: 04/04/2012 in Uncategorized
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Ja, mal wieder ein Blog über das Bloggen.
Seit zwei oder drei Posts bekomme ich nach der Veröffentlichung eine Spalte angezeigt, die mir sagt, dass mein nächstes Ziel der zwanzigste Artikel sei.

Jetzt mach ich mir schon seit ein paar Tagen Gedanken, worüber ich diese ominösen zwanzigsten Artikel wohl schreiben sollte und komme irgendwie trotzdem nicht zu Potte. Ideen bekomm ich ja fast täglich von meinen Mitmenschen geliefert, was dann zur Publizierung von immer neuen Dummheiten führen würde; nicht schlecht, aber immer hab ich da auch keinen Bock drauf.
Und als Folge davon müsste ich ja auch endlich mal das Thema “Mindest-IQ” angehen (JA, liebe Melanie, ich hab’s nicht vergessen und werd noch darüber schreiben), was allerdings ein Riesenthema ist, für welches ich mir schon ein wenig Zeit nehmen möchte.

Deshalb hab ich mich eben dazu entschlossen, hiermit einfach eine “neue” Unterkategorie einzuführen, an der ich immer wieder Spaß haben und welche, als ich den ersten Artikel in dieser Richtung veröffentlich hatte, auch bei Euch relativ gut ankam (was aber eigentlich irrelevant ist, da ich mich ja damit belohnen will ;o) ).
Gemeint ist damit, dass ich dem Lektorat eine eigene Kategorie widme, unter welcher ich zukünftig öffentliche Beschilderung oder Beschriftung aller möglichen Arten hier durch den Kakao ziehen werde.

Und damit es spannend bleibt gibt’s die Erste erst in ein paar Tagen. Ätsch!

In diesem Sinne,

dran bleiben!

Okay, es gibt Tage, die fangen nur deshalb gut an, damit sie binnen kürzester Zeit in totale Arschlochtage umschlagen können.

Ihr kennt das mit Sicherheit; Ihr steht gutgelaunt auf, geht fröhlich zur Arbeit, seid dort freundlich,nett und immer zu einem kleinen Späßlein aufgelegt, bis irgendwas passiert, dass Euch in derart hilflose Wut versetzt, welche eigentlich nur durch spontanen Amoklauf abbaufähig scheint.
So ging’s mir gestern! Alles war gut, bis kurz vor Feierabend etwas passierte, was nicht gut war! (Was genau tut ja nicht wirklich was zur Sache, deshalb verschone ich Euch damit.) Ich also mit gärendem Zorn im Bauch nach hause, zügig das ganze, da ich unter Zeitdruck stand, schnell umgezogen, Tasche gegriffen, ins Auto, noch schnell an die Tanke Kippen kaufen und Tanken; da kam der nächste Tropfen in überlaufende Fass: 1 Liter Super => 1,71€!!! Das war dann wohl auch der Moment, in welchem das Gefühl im Bauch eher in Richtung flammender Hass umschlug.
Half ja aber nix, ohne Sprit fährt die Karre nicht, und ich war ja eh schon spät dran. Also, Minimalbetankung und ab auf die Stadtautobahn und damit mitten hinein in den Feierabendverkehr. Ich hätte Würfel kotzen können!

Für diejenigen, die das seltene Glück haben, in einem Vorort mit Autobahnanbindung zu wohnen, hier eine kurze Erklärung:

Feierabendverkehr in der Stadt ist eigentlich wie Stau; nur minimal schneller und die Blechlawinen sind kürzer. Dafür aber voll mit Menschen in der oben beschriebenen Stimmung, was sich doch deutlich auf das Fahrverhalten auswirkt.

Also, da rollte ich nun mit unglaublichen 25 km/h über  die Autobahn, am fluchen wie ein Rohrspatz weil diese verdammten Penner nicht in der Lage sind, ihr scheiß Gaspedal zu bedienen. Doch dann plötzlich, Lücke links im Spiegel. Ich also zurück in den ersten Gang, Blinker kurz angeguckt und bleifüßig nach Links. Juhuu! Hier konnte man schon fast 30 fahren. ARRRGH!
Ich sah keinen Ausweg mehr und konnte also nur noch gemächlich mit der Herde mit und mich fürchterlich darüber aufregen, dass die ganzen Spaten, die ja offensichtlich alle Zeit der Welt haben, sich scheinbar zu fein sind, um über Land zu fahren. Aber das es die Mindestgeschwindigkeit auf Autobahnen begründeter Weise gibt, schien niemanden von den Kacknasen zu interessieren…

Naja, derartig zeternd und lamentierend kam ich irgendwann an meine Ausfahrt, zugegebener Maßen hatte ich für die Strecke kaum fünf Minuten länger gebraucht als üblich, hatte aber, anders als üblich einen hochroten Kopf und einen Puls von 400 (fast). Und ich fühlte mich erschreckend gut! Ja, ich hatte mir tatsächlich sämtlichen Frust von der Seele gemotzt, geschimpft und geschrien und während der drei Minuten von der Abfahrt bis zu meinem Ziel hatten sich sowohl Gesichtsfarbe als auch Puls wieder normalisiert und ich kam in bester Laune an.

Und genau deshalb rate ich Euch hiermit:

Wenn mal wieder alles Scheiße ist, dann setzt Euch in euer Auto und fahrt es raus!
Ihr werdet merken, dass es wirklich überaus entspannend ist, in der Anonymität des Fahrersitzes sich sämtlichen Hass von der Seele zu schreien.
Und falls Euch mal jemand darauf anspricht, dass er Euch beim Fahren gesehen hätte und was da mit Euch losgewesen sei, könnt Ihr ja immernoch behaupten, ihr hätten ein Lied von System of a down, Slipknot, Eminem oder Heintje mitgesungen. Oder seid ehrlich und erntet voller Genuss über die Unwissenheit der Ungläubigen deren Kopfschütteln.

Tja, das wär’s soweit, fahren und schreien müsst Ihr jetzt selbst.

In diesem Sinne,

Euer daetschemol

Seit 8 Wochen habe ich hier nichts mehr geschrieben. Das ärgert mich. Ziemlich sogar! Denn ich schreibe ja gerne und genug zu schreiben findet sich eigentlich täglich; also, warum gab es dann so lange hier nichts Neues? Die Antwort ist genauso einfach wie verwirrend, lautet sie doch:

Facebook!

“Was soll das denn für ‘ne Antwort sein?”, wird jetzt wohl, und nicht zu Unrecht, der ein oder andere fragen. Um das zu erklären muss ich allerdings etwas weiter ausholen, und ihr ein wenig in euch gehen.

Facebook begann für mich als eine Möglichkeit mit einigen wenigen Menschen in Kontakt zu bleiben, welche ich nur sehr unregelmäßig und meist mit langen Abständen persönlich zu treffen in der Lage war. Inzwischen ist Facebook aber mehr geworden; und weniger. Einerseits schreibt man nicht mehr alle paar Wochen den Freunden in der Ferne eine kurze Nachricht über erlebtes, andererseits postet man fast alles in FB. Und genau hier fängt das Problem an.
Nicht nur dass man selbst mittels eines kurzen Einzeilers jeglichen Unmut ablassen kann, nein, man kann sich auch binnen Minuten über sämtliche Probleme und Sorgen seines Umfeldes (und sei es nur ein virtuelles) informieren; denn in der “Anonymität” des Netzes sind die Menschen offensichtlich stets gern bereit Dinge öffentlich Kund zu tun, welche sie ansonsten nur sehr zögerlich im Vieraugengespräch preisgeben würden.
All dies scheint noch keine Erklärung für meine Schreibfaulheit zu bieten, aber wer eben auf mich gehört hat und in sich gegangen ist, ist vielleicht schon auf die Lösung gekommen. Für alle Anderen und auch ein bisschen für mich (damit ich nicht das Gefühl habe, heute nur beakerische Selbstmitleidsheuchelei verfasst zu haben) werde ich ein wenig tiefer in das Problem einsteigen und eine kleine Zeitreise mit euch unternehmen. Also, anschnallen!

Noch vor 2 Jahren, in etwa, war es eigentlich Gang und Gäbe sich hin und wieder mal mit Freunden irgendwo zu treffen, das ein oder andere Getränk zu konsumieren und sich die Zeit mit etwas zu vertreiben, was man “Konversation” nannte. Hatte man dafür nicht ausreichend Zeit, bediente man sich häufig seines (Mobil-)Telefons um jemanden anzurufen und sich fernmündlich auszutauschen. Die Älteren werden sich mit Sicherheit an dieses güldene Zeitalter der Kommunikation erinnern.
Heute allerdings scheinen sowohl telefonische wie auch persönliche  Kommunikation als Mittel der Kommunikation ausgedient zu haben, um dann miteinander zu verschmelzen. Klingt im ersten Moment vielleicht etwas kompliziert, ist aber anhand  des folgenden Beispiels sehr einfach zu veranschaulichen:
Heute trifft man sich nach einer erfolgten WhatsAPP-Einladung irgendwo und sitzt dann mit Freunden stillschweigend um einen Tisch voller Getränke, postet via seinem SmartPhone, dass man gerade irgendwo mit seinen Freunden um einen Tisch voller Getränke herumsitzt, bei  Facebook und diskutiert diesen Umstand dann mit seinen Mitsitzern in den Kommentaren. Sollten sich dann die “Gespräche” doch noch vertiefen, zeigt man sich gegenseitig die von Freunden geposteten Peinlichkeiten und stellt diese dann, erneut und mit kommentaren versehen, wieder ins Netz. Auch dieser Vorgang erfolgt oft schweigend.

Tja, und wenn ich mich nun zum Schreiben in meine Besenkammer zurückziehe, den Laptop starte und nur noch mal ganz kurz bei Facebook reingucke bevor ich mit dem eigentlichen Schreiben anfange, verlasse ich die Kammer oft erst Stunden später wieder, ohne auch nur ein Wort verfasst zu haben; dafür aber bestens über die aktuellen Lebensumstände all meiner Bekannten und deren Bekannten informiert. UND GENAU DAS IST DER GRUND, WARUM FACEBOOK MICH VOM SCHREIBEN ABHÄLT!!!

Sollte ich hier nun ein weiteres Mal Besserung geloben? Nein, denn es wird sich daran  nichts ändern und das hat mehrere Gründe:

  1. Wenn ich nicht mehr an etwas teilnehme, kann ich mich zukünftig nicht mehr darüber auslassen!
  2. Wenn ich NOCH BESSER werde, bin ich so nah an der Perfektion, dass ihr nichts mehr zu lästern habt; das will ich euch nicht antun… ;o)
  3. Ich schreibe ja trotz FB noch ab und zu etwas, und dann hat sich das warten hoffentlich gelohnt.

In diesem Sinne,

Euer daetschemol

Egal wo man momentan hinschaut, überall schreibt, zeigt oder diskutiert irgendwer, der in der Schule nicht genug aufgepasst hat um einen ordentlichen Beruf zu erlernen, über allen möglichen Kram, welcher sich im letzten Jahr so zugetragen hat.

Tja, nach der obigen Beschreibung zufolge, müsste hier ja dann auch ein total toll recherchierter Rückblick kommen; aber da hatte ich wegen dem elenden Kommerzfest letzte Woche einfach keine Zeit für. Deshalb schreib ich einfach mal ein paar Dinge auf, die ich in diesem Jahr faszinieren, nervtötend, großartig oder einfach nur sensationell Scheiße fand und versuche die dann mal irgendwie thematisch zu verknüpfen.

Ich erhebe dabei allerdings nicht den Anspruch chrologischer Richtigkeit; warum sollte ich auch? Mit Anspruch hatte das hier schließlich das ganze letzte Jahr nichts zu tun…

Also, dann mal los!

Was bisher geschah:

    • Steve Jobs starb viel zu jung – Jopi Heesters nicht.
    • Gaddafis Volk ist unzufrieden mit seiner Führung; er wird erschossen. – Auch Obamas Volk ist mit ihm unzufrieden; deswegen wird Bin Laden erschossen.
    • Amy Winehouse tritt dem “Club 27″ bei. – Nena wird das nicht mehr schaffen…
    • Anders Behring Breivik tötet 77 Menschen. – EHEC schafft nur 53.
    • Die Japaner behaupten, die nach einem SuperGAU austretende Strahlung sei ungefährlich. – Die Franzosen sagen daraufhin, dass, sollte es zum SuperGAU in einem französischen AKW kommen, die Strahlung viel ungefährlicher sei als in Japan…. (HÄ!?)
    • Bernd Eichinger starb – Uwe Boll nicht.
    • Loriot starb auch – und das war wirklich ein Verlust für die Kunst!

    Tja, im allgemeinen könnte man also sagen, es war ein scheiß Jahr, in welchem viele gestorben sind und ansonsten nicht viel passiert ist. Aber Kopf hoch! das nächste Jahr steht schon in den Startlöchern; ich frag mich nur, wann das letzte Mal was besseres nachgekommen ist….

    In diesem Sinne,

    Frohes Neues!!

    Mal wieder was, was mit nichts was zu tun hat.

    Außer mit mir. Und Sascha Lobo. Und Spreeblick. Und Toni Mahoni.

    Denn diese drei haben schon lange bewiesen, dass man im Internet sowohl auf Missstände (notfalls auch gerne humorvoll) hinweisen kann als auch so ziemlich jedes Thema durch den Kakao ziehen kann und dabei noch eine Menge Zustimmung findet. Von dem Spaß, welchen man bei der Vorarbeit schon hat, mal ganz abgesehen.

    Soweit so gut, die drei sind also (zumindest teilweise) schuld, dass auch ich der Meinung war, meine Ansichten zu dem ein oder anderen Thema hier zur Diskussion stellen zu müssen. Aber ist das schon Grund genug, diese Großmeister der scharfen Zunge hier zu verlinken? Stelle ich mich damit, im vollen Genuss meiner völligen Selbstüberschätzung, nicht auf eine Stufe mit diesen Leuten?

    Um ehrlich zu sein, ist das eigentlich völlig egal. Sollten Sie etwas dagegen haben, könnenSie sich ja beschweren. Oder es einfach als Heldenverehrung ansehen anstatt darin die Einebnung ihres Könnens erkennen zu wollen.

    Auf alle Fälle möchte ich doch jedem ab und an einen Besuch auf den genannten Seiten nur wärmstens ans Herz legen. Außerdem muss ich ja auch mal über etwas schreiben, ohne es niederzumachen….

    Also, viel Spaß bei den Jungs!

    In diesem Sinne,

    Euer daetschemol