… der ganze Körper scheint eine feste Einheit mit dem Lattenrost geworden zu sein. Selbst denken tut weh. Die Welt ist feindselig; obwohl die Augen noch geschlossen sind.
Warum überhaupt aufstehen?
Warum überhaupt weiter atmen?

Zwischen 20 und 30 Prozent aller Menschen in Deutschland kennen solche Gedanken. Denn jeder Fünfte bis Dritte leidet im Laufe seines Lebens unter seelischen Erkrankungen; und schweigt für gewöhnlich darüber.
Zu groß scheint die Angst vor Spott und unverholener Skepsis.
Doch warum ist das so?

Anderes Beispiel:
Mich hat letztes Wochenende mein Körper daran erinnert, dass ich eben doch keine 20 mehr bin. Rückenprobleme!
Als ich deswegen leider einen Termin absagen musste, begegnete man mir mit Verständnis, Mitgefühl und  Besserungswünschen.

Eigentlich völlig normale Reaktionen auf die Nachricht, dass es jemandem schlecht geht.
Allerdings scheint es so zu sein, dass diese Reaktionen ausschließlich körperlichen Gebrechen gegenüber reserviert sind.

Obwohl doch jeder von uns Sorgen und Nöte kennt und hat.
Und damit meine ich nicht nur die 20 Prozent, die unter Depressionen leiden. Ich meine jeden!

Sind die Kinder versorgt?
Kann ich dem Leistungsdruck auf der Arbeit standhalten?

Wie krieg ich bloß das Geld für die Autoreparatur / Schulbücher / Bank / [hier beliebiges Problem eintragen] zusammen?
Hab ich genug für die Prüfung getan?
Was werden die Anderen denken?
Was, wenn ich das nicht schaffe?

Wir alle kennen solche Fragen und Selbstzweifel, und wissen an welche Abgründe es uns führen kann, wenn wir keine Lösungen finden.
Trotzalledem oder gerade deswegen fällt es uns schwer, offen über Depressionen, Burn-out oder Angststörungen zu sprechen.
Allein der Gedanke, überhaupt mit anderen über unser Seelenleben zu sprechen führt ja schon zu Unwohlsein.

Ich lehn mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte, wir tun uns deshalb so schwer, weil wir wissen, wie wir selbst reagieren würden.
Wir werden unser Leben lang, durch Schule, Ausbildung, Studium, Job, Gesellschaft, darauf getrimmt, dass nur diejenigen weiter kommen, die bereit sind, nochmal 10% mehr zu leisten.
Und genauso wollen wir uns auch selbst sehen: Wir sind die Siegertypen! Wir schaffen das! 200% sind uns gerade gut genug!

Und wenn die Blase dann platzt fehlen uns die Worte.
Außerdem ist es viel einfacher zu denken, dass unser Gegenüber schon immer etwas seltsam war. Kein Wunder also, dass der jetzt richtig einen an der Klatsche hat.

Bis es uns selbst erwischt.

Wie gerne würde ich hier nun eine Lösung für diese Problematik präsentieren!
Aber ich hab keine.
Wir haben uns selbst Lebensumstände geschaffen, welche unsere Lebensfreude ersticken können und sind zu arrogant, um uns diesen Fehler einzugestehen.
Und dafür hab ich keine einfache Lösung.

Aber vielleicht einen Tipp:
Ich versuche seit längerem Depressionen, Burn-out-Symptome, Angststörungen, Panikattacken und sonstigen psychischen Erkrankungen zu begegnen wie Beinbrüchen: mit Verständnis, Mitgefühl und Besserungswünschen.
Und mit Hochachtung für diejenigen, welche offen über diese Krankheiten sprechen!
Denn sie sind diejenigen, die (Gott, wird das jetzt groschenheftig klingen) stark genug sind um Schwäche auch mal zuzugeben.

Also, macht was draus!

Euer daeteschemol

Nach oben treten…

Veröffentlicht: 27/07/2016 in Alltägliches
Schlagwörter:, ,

eigentlich sollte dieser Artikel völlig anders heißen*

Und eigentlich hätte auch etwas völlig anderes hier stehen sollen.
Aber es kam anders.

Es kamen die letzten Tage. Es kamen München und Ansbach.
Und nein, ich werde heute nicht über Amokläufer, Terroristen oder sonstige Verblendete schreiben, über welche man sich eigentlich hervorragend erheitern könnte.
Ich will heute über etwas schreiben, was man wohl als Ursachenforschung bezeichnen könnte.
Als kleinen Einstieg möchte ich hier die Worte einer Freundin zitieren, welche den Anstoß zu diesem Post gaben:

Mobbing in der Schule? Ein Amoklauf wegen Mobbing? Unglaublich ist das! So schlimm kann das mit dem Mobbing doch gar nicht sein! Wie sollte denn sowas zu einem Amoklauf führen?

Was wissen wir eigentlich über Mobbing? Die Meisten nicht wirklich viel, nicht wahr? Wir wissen nur, wir haben noch nie jemanden gemobbt!

Oder etwa doch?

Mobbing ist für die Meisten nichts schlimmes. Wieso auch? Sie mobben ja auch und sind nicht das Opfer.

Wann ist es Spaß und wann ist es Mobbing? Wann hört der Spaß auf und wird zu Mobbing? Na, wer weiß die Antwort?

Ich sage Euch die Antwort: Ihr könnt es nicht wissen, wenn Ihr nicht gemobbt wurdet! Und die Wahrheit ist nunmal, es gibt mehr Mobber als Opfer.

Mobbing wird sehr subjektiv empfunden und ist für jeden anders. Aber wie geht es jedem von Euch, wenn er ständig runtergemacht oder Witze auf die eigenen Kosten gemacht wurden? Ist das für Euch nur ein Spaß oder Mobbing?

Tja, eigentlich könnte ich nach dieser Einleitung mit dem Tippen aufhören. zum Nachdenken gibt´s jetzt ja schon genug.

Aber ich möchte es schon gern etwas persönlicher Gestalten.

Nun denn:
Als ich die Zeilen des obigen Zitats las, stellte ich mir augenblicklich zwei Fragen:
1. Wurde ich je gemobbt?
2. Habe ich jemals jemanden gemobbt?

Und beide Fragen sind nicht gerade leicht zu beantworten.

Die Erste fällt mir sogar schwerer.
Aber im Nachhinein betrachtet, ist es eigentlich klar, dass ein Jugendlicher der immer etwas größer und schwerer war als seine gleichaltrigen Mitschüler und der dann auch immer etwas nerdig wirkte, ordentlich Lack gekriegt hat.
Während meiner schulischen Ehrenrunde ging das soweit, dass ich, zumindest im schulischen Umfeld, mit dem Namen eines Zeichentrickschweins belegt wurde, der meinen echten Namen bei einigen Mitschülern noch heute verdrängt hat.
Da ich aber außerhalb der Schule starken Rückhalt von Freunden erfuhr, mich verbal immer schon zu wehren wusste und meine Anwesenheit im schulischen Umfeld dann stark einschränkte, ging ich ohne größere Schäden (subjektiv) aus dieser Zeit hervor. Und ich trage den damaligen Spitznamen inzwischen mit Stolz und freu mich immer wieder, wenn er von ehemaligen Mitschülern genutzt wird.
Wie gesagt, die erste Frage fällt mir schwer.

Die zweite Frage ist etwas einfacher zu beantworten.
Könnte ich mit einem Wort.
Ich mach trotzdem einen kurzen Satz draus, damit das eine Wort nicht so alleine da rumsteht:
Japp, hab ich.

Allerdings hab ich meine Opfer immer mit bedacht gewählt. Ich hab immer nach oben getreten. Ob es nun die hübschesten Mädchen, die sportlichsten Jungs, die Klassenbesten, die Beliebtesten waren, war egal, es waren immer exklusive Ziele, welche ausschließlich von mir gemobbt wurden.
Sicherlich ging ich dabei auch das ein oder andere Mal zuweit und es flossen mehr als einmal tränen.
Ganz sicher schulde ich so manchem von damals eine Entschuldigung für mein loses Maul.
Und trotzdem denke ich, zumindest teilweise, zahlte ich nur mit gleicher Münze heim, was zuvor an Aussenseitern ausgeleassen wurde. Und das im Alleingang.

Aber ich will hier nichts schönreden.
Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass ich keine bleibenden Schäden verursacht habe.

Nichtsdestowenigertrotz wollte ich, dass auch Ihr Euch wenigstens zehn Minuten lang mit dem Thema beschäftigt. Vielleicht mal über Euer eigenes Verhalten anderen gegenüber nachdenkt. Euch ein wenig sensibilisiert.

Denn in Zeiten wie diesen, in welchen weltweit eh die Kacke schon am kochen ist, fängt Veränderung stets beim Einzelnen an.

Also, macht was draus!

Euer daetschemol

 

*ursprünglich hätte ich hier das Ende von daetschemol verkünden wollen; aber das hat noch Zeit…

Definitionsprobleme

Veröffentlicht: 25/08/2015 in Alltägliches
Schlagwörter:,

Ich find mich nicht mehr zurecht.

Egal wann man dass Internet auf macht, überall und ständig wird man mit Schreckensnachrichten bombardiert.

Okay, das ist jetzt nichts Neues aber was anschließend mit den Meldungen geschieht, da blick ich einfach nicht mehr durch.

Egal, ob es um Geschehnisse im Freital, um Onkel Walter (oder hieß er Werner?) in Dirmingen oder um (Re)Aktionen aus der Bundespolitik geht, jedwede wieauchimmer geartete Fraktion nimmt sich dieser Nachrichten an und bastelt eine Story nach ihrem Geschmack daraus.
Okay, normaler Weise gehöre ich ja zu denjenigen, die über all das dumme Witze reißen; und aller Wahrscheinlichkeit nach werde ich das auch weiterhin so halten. Trotzdem denke ich, sollte sich jeder mal ein paar Minuten Zeit nehmen um seine eigenen Ansichten und Meinungen zum aktuellen Geschehen zu überdenken.
Damit meine ich nicht, dass jetzt bitte jeder seine Meinung zu ändern hat. Mitnichten!
Aber nehmt Euch bitte fünf Minuten Zeit und kontrolliert mal, ob Eure Argumentation zu Eurem wieauchimmer gearteten Standpunkt schlüssig ist.

Um das ein wenig näher auszuführen, möchte ich hier auf ein Gespräch mit einem alten Freund zurückgreifen.
Vor zwei Wochen saß ich mit diesem in gemütlicher Runde beim Abendessen und wir diskutierten über die immer häufiger werdenden, latent rechten Posts in diversen sozialen Netzwerken.
Ich bin mir sicher, dass Ihr alle in den letzten Tagen des Öfteren Sätze wie: „Ich bin ja kein Nazi…“, „Das muss doch mal gesagt werden….“, „Früher hätte man….“, gelesen habt. Darum ging es während unseres Gesprächs.
Zurück dazu:
Irgendwann kamen wir zu dem Punkt, dass wir als tolerante Personen, als welche wir uns betrachten, eigentlich auch diese unterschwellig rassistischen Meinungen tolerieren müssten (Konjunktiv!).
Ich kann nun leider nicht mehr mit dem genauen Wortlaut dienen, doch sinngemäß antwortete besagter Freund damit, dass es zwar im Sinne der Toleranz richtig wäre auch diese Meinungen anzuerkennen, er jedoch persönlich nicht bereit sei, rechter Propaganda (und sei sie noch so unterschwellig und harmlos anmutend) auch nur eine handbreite an Boden einzuräumen.

So, das darf jetzt jeder mal kurz sacken lassen.

Während Ihr darüber nachdenkt möchte ich Euch ein Video ans Herz legen, welche zwar nicht genau mein Thema heute trifft, dennoch eine geistige Verbundenheit anschmecken lässt. Schaut es Euch einfach mal an.

http://www.ardmediathek.de/tv/Redefreiheit/Laura-Weidig-Redefreiheit-Slam/Bayerisches-Fernsehen/Video?documentId=24804552

So, alle mal drüber nachgedacht?
Schön, dann wieder zurück zum Thema.
Ich hatte jetzt ein paar Tage Zeit, um über obiges Gespräch nachzudenken und bin doch zu keinem befriedigenden Ergebnis gekommen.
Klar, diejenigen, welche sich eben die fünf Minuten Zeit genommen haben und das Video angeschaut haben, werden wohl jetzt anmerken, dass man es tun kann wie Laura Weidig und solchen Subjekten und ihren Meinungen einfach intolerant entgegentreten.

Um ganz ehrlich zu sein: das möchte ich nicht.
Ich sehe mich gern als toleranten Menschen.
Sogar mehr als das. Ich behaupte sogar gerne von mir, dass ich jeden Menschen gleich behandele. Zu meinem eigenen Seelenfrieden bin ich ja schließlich auch extrem dummen Menschen gegenüber inzwischen höflich geworden (auch wenn mir die Toleranz da schon  extrem schwer fällt).

Diejenigen, die mich privat kennen mögen nun skeptisch eine Augenbraue erhoben haben aber Euch sei in Erinnerung gerufen, dass in meiner sarkastischen Weltanschauung die Grundsätze „Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung“ und „Wer von mir nicht auf die Schippe genommen wird darf sich beleidigt fühlen“ sehr wohl ein Höchstmaß an Toleranz zum Ausdruck bringen.

Dementsprechend möchte ich nicht willkürlich entscheiden, wem gegenüber ich tolerant bin und wem nicht. Ich möchte meine Toleranz als global gültig erachten.
Allerdings habe ich dann wieder das Problem, dass ich eigentlich jedwede braune Stammtischscheiße tolerieren müsste. Will ich aber auch nicht.

Die einzige Möglichkeit, diesem Dilemma zu entrinnen ist also, dass ich Toleranz als Begriff für mich neu definiere.

Man könnte zum Beispiel über moralische Vertretbarkeit argumentieren, hat dann aber das Problem am Hals, dass Moral schwammig, teilweise blind und voller Ausreden ist. (Der weis es nicht besser…, in dem alter ist man eben etwas anders…, uswusf…)
Man könnte sogar auf religöse Regelwerke zurückgreifen. Die Zehn Gebote zum Beispiel…. Aber mal ehrlich: die einzige Religion die Menschen tolerant werden lässt ist Rastafari und selbst deren Anhänger verflogen auf Jamaika Homosexuelle. Also auch nur Heuchlerei.

Bleiben also nur noch zwei Möglichkeiten:

  1. (und die traue ich kaum anzusprechen). Gesunder Menschenverstand. Ist aber auch zum Scheitern verurteilt, da zwar jeder gerne denkt, dass er mit ausreichendem Verstand ausgestattet ist, die Realität uns aber tagtäglich vom Gegenteil überzeugt.
  2. Die Weisheit meiner Oma!
    Okay, Eurer Omas wahrscheinlich auch.
    Aber ich hab von meiner Oma in meinen Kindertagen immer wieder den Spruch „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem Andern zu!“ gehört.

Als Kind war das zwar nur irgendein Spruch von meiner Oma (und davon hatte sie etliche auf Lager) aber wenn ich heute darüber nachdenke, kann man ziemlich viel bewegen, wenn man einfach nur danach handelt.

Oder fändet Ihr es etwa cool, wenn ihr nach einer wochenlangen Odyssee durch Kriegsgebiet und einer Meeresüberfahrt in einer Nussschale bei Mangelernährung das Dach über „Euren“ 2,5 Quadratmetern Turnhalle abgefackelt bekommen würdet?

Eher nicht….!

Daher werde ich für meinen Teil Toleranz nun stets nach meiner Oma beurteilen und nur noch Aussagen tolerieren, welche sich mit diesem Spruch in Einklang bringen lassen.

Ob Ihr das auch so halten solltet?

Ich fände es gut.

Euer daetschemol

DHL – Dauert Halt Länger…

Veröffentlicht: 28/07/2015 in Alltägliches
Schlagwörter:, , ,

Ich hab was im Internet bestellt.

Kann ich nicht empfehlen!

Falls Ihr auch vorhaben solltet, etwas via Online- Store zu kaufen: LASST ES!

Oder sorgt zumindest dafür, dass der Verkäufer die Waren nicht mit DHL verschickt, sondern mit einem Dienstleister, welcher sich auf die Auslieferung von Paketen spezialisiert hat.

Denn was geschehen kann, wenn man das weltweit umsatzstärkste Logistikunternehmen beauftragt, möchte ich Euch im Folgenden erzählen.

Es fing damit an, dass der Verkäufer mir einen Tracking- Code für meine Bestellung geschickt hat und ich diesen Service dann auch nutzen wollte. Hier bekam ich dann mitgeteilt, dass ich die Annahme des Pakets verweigert hätte.

Siehe hier:

Screenshot_2015-07-26-17-37-05Das hat mich dann doch verblüfft.

Und zu einer Reihe von Tätigkeiten veranlasst, welche darin gipfelten, DHL via Ihrem Kontaktformular eine Nachricht zukommen zu lassen.

Diese erklärt die restliche Geschichte in einfachen Worten und wird nun von mir, zu Eurer Unterhaltung und als Mahnung an nachfolgende Generationen, hier rein kopiert:

Sehr geehrte DHL,

Ich muss gestehen, dass ich Ihren Service nur selten nutze.
Bisher aus dem Grund, dass ich nur selten Pakete versende bzw. nur sehr selten etwas per Postweg bestelle und daher auch fast nie Pakete erwarte.
Durch den aktuell von Ihnen gebotenen Service bin ich mir nun allerdings sehr sicher, dass ich komplett darauf verzichten werde, auf die von Ihnen angebotene Dienstleistung zurückzugreifen.

Um das erlebte kurz zu schildern:
Ich habe am 23.07.2015 ein Kleidungsstück über das Internet bestellt. Bei einem Händler mit Sitz in Deutschland, um es Ihnen nicht zu schwer zu machen. Dieser Händler wiederum gab die Bestellte Ware zwecks Auslieferung am darauffolgenden Tag (also am 24.07.) zu Ihren Händen und sandte mir in diesem Zuge per eMail einen Tracking- Code zur Nachverfolgung der Sendung.
Dank dieses Tracking- Codes wurde mir auf Ihrer Homepage zur Nachverfolgung nun mitgeteilt, dass ich die Annahme des Pakets am Samstag, den 25.07.2015 um 11:40 Uhr, verweigert habe.
(Hier muss ich kurz meinen Respekt gegenüber der Geschwindigkeit des Pakettransports zum Ausdruck bringen. Chapeau!)

Was mich nun in erster Linie erzürnt, ist der Umstand, dass ich an diesem Tag und zu dieser Zeit mit 5 (in Worten: Fünf!) Bekannten in meiner Küche saß. Bei offener Haustüre. Mit Blick auf den Weg zu eben dieser Haustür. Nur wurde zu dieser Zeit keinerlei Versuch unternommen mir ein Paket zuzustellen. Geschweigen denn, dass ich die Annahme eben dieses verweigert hätte! Warum sollte ich auch? Ich hatte meine Bereitschaft, dieses Paket entgegen zu nehmen ja durch die Bestellung schon zum Ausdruck gebracht.

Naja, kann sich nur um ein Missverständnis handeln, dachte ich mir und bemühte mich darum, selbiges mittels Ihrer Hotline aus der Welt zu schaffen. Cleverer Weise ist Ihre Hotline jedoch nur Montags bis Freitags von 8 bis 20 Uhr besetzt. Also musste ich das Telefonat auf Heute, den 27.07., verschieben.
Nachdem ich dann heute morgen von 8 Uhr 3 bis 8 Uhr 28 der lieblichen Melodie Ihrer Warteschleife gelauscht hatte und 25 Minuten lang von einer Stimme mit den Worten: „In wenigen Augenblicken sind wir für Sie da…. Bitte haben Sie einen Moment Geduld…. Der nächste freie Mitarbeiter ist für Sie reserviert“ verhöhnt wurde, musste ich mit leider vorerst von Ihrer Warteschleife losreissen um meinem Broterwerb nachzugehen. Da ich ja aber sonst überhaupt nichts zu tun habe und die Melodie wirklich eingängig ist, habe ich dieser Hommage an Brian Enos „Music for Airports“ nach Feierabend noch eine halbe Stunde gelauscht. Um dies zu verdeutlichen sende ich Ihnen im Anhang dieser eMail einen fotografischen Beweis dieses letzten Telefonats.

So, dies war meine Beschreibung der Ereignisse und ich währe wirklich höchsterfreut, Ihre Erklärung dafür zu bekommen.
Achso, während meiner Abendsession in zen-buddhistischer Meditation in Ihrer Wartteschleife wurde kurz vor 20 Uhr die Melodie unterbrochen, ich konnte das Geräusch eines Tastendrucks hören und wurde dann wieder in die Warteschleife befördert.
Jetzt freue ich mich aber wirklich auf Ihre Erklärung. Und diese bitte in schriftlicher Form. Die aus zwei Gründen:
1. Ich möchte meinen entstandenen Unmut nicht per Telefon an einem Ihrer, möglicher Weise unschuldigen, Mitarbeiter auslassen und
2. werde ich diese Geschichte, inklusive des Inhalts dieser Feedback- Mitteilung morgen,also am 28.07.2015, um 12:00 Uhr veröffentlichen und möchte Ihnen hiermit die Möglichkeit einer Gegendarstellung geben.

Mit freundlichsten Grüßen

Tja, so war das….

Hier noch schnell das Bild, welches ich an die Nachricht angehängt habe:

IMG_20150727_195918So, das musste ich mir jetzt einfach mal von der Seele schreiben.

Ich bin gespannt, ob ich bis Ihr das zu lesen kriegt noch eine Antwort erhalte.
Falls  ja, stelle ich sie umgehend als Update hier ein…. versprochen!

Also, jetzt, wo Ihr diesen Erfahrungsbericht gelesen habt:

Macht was draus!

Euer daetschemol

Update!

Nein, DHL hat sich noch nicht zu den Vorgängen um mein Paket geäußert.

Aber der Verkäufer hat mir gestern nacht eine eMail geschickt, in welcher er mir mitteilt, dass auf Grund der Aussage der Datenbank der Deutschen Post AG meine Addresse nicht existiert und daher kein erneuter Versand möglich ist…

IMG_20150729_145724Ja, ich war auch überrascht, dass die Post mich so einfach in die Obdachlosigkeit drängen kann.

Nach einem einem kurzen Telefonat (Ja, die gehen echt an Ihr Telefon, wenn Ihre Kunden anrufen) hat die nette Mitarbeiterin das Paket erneut auf die Reise geschickt.
Es geht also weiter… ;o)

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten!

Euer daetschemol

Ich bin nicht unbedingt der tagesaktuelle Blogschreiber.

Und meistens schreibe ich über mir begegnete oder auffällige Begebenheiten.

Dass liegt einfach daran, dass ich häufig nicht die Zeit (und Lust) habe, mich durch die mir angebotenen Massenmedien über das tägliche Weltgeschehen zu informieren. Dies ist auf mehreren Umständen begründet, welche wahrscheinlich ein eigenes Diskussionsforum füllen könnten; weshalb ich hier nicht weiter auf diese Gründe eingehen möchte.
Diese Mangelinformation meinerseits führt jedoch oftmals zu sehr intensiven Gesprächen, wenn ich mich von Freunden und Bekannten über die neuesten Schlagzeilen in Kenntnis setzen lasse.

Und so kommt es auch, dass ich mich heute bemüßig fühle, mal wieder etwas zum Geschehen allgemein zum besten zu geben.

Also los:

Es gibt momentan mal wieder einiges an Diskussionswürdigem um uns herum, was auch sehr hitzig diskutiert wird, aber eigentlich nur jede Menge Energie aller Beteiligten verbrennt ohne auf ein sinnvolles Ziel hinzuführen. Um hier im Rahmen zu bleiben, werde ich einfach mal die drei erstbesten, mir einfallenden Themen nennen:

  • Immigranten (allgemein)
  • Freital (Flüchtlinge im besonderen)
  • Grexit (nur als weiteres Beispiel für hitzige Debatten…)

Ich fange mal hinten an, da ich zu Griechenland natürlich eine Meinung habe, jedoch nicht größenwahnsinnig genug bin, diese als Endlösung propagieren zu wollen, behalte ich die einfach mal für mich und gehe umgehend zu den anderen zwei Themen weiter.

Hier könnte ich nun meinen Titel miteinbeziehen; was Euch jedoch mit Sicherheit ein falsches Bild meiner Absichten vermitteln würde.
Daher nehm ich einen kleinen Umweg und versuche Euch einen besseren Einblick in meine Beziehung zu diesem scheinbar Gleichgültigkeit vermittelndem Ausspruch zu gewähren.

In meinen Privatleben sage ich wohl nur wenige (Halb-)Sätze sooft wie „Mir egal“. Trotzdem drücke ich damit nur sehr selten tatsächliche Gleichgültigkeit aus. Eigentlich sogar nur dann, wenn ich nach Essenswünschen gefragt werde und mit „mir egal“ antworte.
In fast allen anderen Fällen drückt dieser Ausspruch eher meine Toleranz gegenüber etwas aus.
Ich will damit zu Erkennen geben,dass mich eine Tatsache, eine Handlungsweise von Anderen, eine möglich Schwierigkeit, oder eine andere, wie auch immer geartete Begebenheit mich nicht in meinem Denken oder Handeln beschränkt, sondern dass ich diese zur Kenntnis genommen, mitbedacht und/oder als unbedeutsam eingestuft habe.

Okay, dass mag vorerst immer noch sehr gleichgültig klingen aber ich denke, Ihr werde es demnächst verstanden haben.

Also, Freital und Immigranten:

Beides momentan (und im Falle der zugewanderten Mitbürger auch immer wieder) Schlagwörter, bei welchen die Emotionen gerne mal hochkochen.
Im Falle der braunen Minderbegabten, welche sich und Ihre intolerante Meinungsmache zum Asylantenheim (ist das noch politisch Korrekt?)* im  Freital in diversen sozialen bzw. asozialen Netzwerken zu profilieren versuchen, krieg ich auch Puls. Im Rahmen von Mitmenschen, welche vielleicht in einem anderen Land geboren wurden denk ich mir lediglich: „mir egal“!

Mal im Ernst, was genau soll denn Bitteschön die Herkunft über einen Menschen ausssagen?
Ich mein, wer kennt denn nicht dieses eine Geschwisterpärchen aus seinem Umfeld, bei welchem eins der Geschwister ein Bombentyp und das Andere eher irgendwie seltsam ist?
Menschen lassen sich für meinen Geschmack nicht so einfach kategorisieren.
Besagtes Geschwisterpärchen hat ja nun wirklich die wohl übereinstimmenste Herkunft, die überhaupt machbar ist, und ist trotzdem völlig verschieden.
Man könnte dieses Beispiel noch weiter dramatisieren, in dem man z.B. sagt, dass man ja auch dem Bombentyp nicht die Freundschaft kündigt, nur weil sein Bruder ein Arsch ist. Analog zu religösem Hintergrund, Herkunft, sexueller Ausrichtung…. Ihr wisst was ich meine.

q.e.d.: Man kann Menschen nicht anhand einzelner Merkmale kategorisieren!

Stattdessen sollten solche Merkmale dem vernuftbegabten Menschen egal sein. Im Sinne der Egalität.

Damit dürfte meine Auffassung von „mir egal“ auch eigentlich aussreichend erklärt sein; aber bevor ich zum Ende komme wollte ich Euch noch schnell eine Hirnverbranntheit zeigen, die mich gestern über Facebook belässtigt hat und von deren Polemik eindrücklich gewarnt sein soll:

dummgebraddl

Das ist jetzt nur ein kleiner Ausschnitt eines Briefes, welcher angeblich von einer jungen Lehrerin verfasst wurde.
Lest Euch doch bitte den ganz Artikel hier durch und bereitet Euch schonmal darauf vor, dass Ihr diese Stammtischweißheiten wohl noch öfter zu hören bekommen werdet.
Oben habt Ihr ja ein paar Anhaltspunkte wie man solch verbalen Diarrhö aushebeln kann.

Also, macht was draus!

Euer daetschemol.

*) politisch Korrekt… auch so ein Thema, das Bände füllen könnte. Irgendwann schreib ich noch was dazu….

Boah….

Es geschehen ja jeden Tag Dinge in der Welt, wo man als, mehr oder minder, intelligenzbegabtes Wesen nur den Kopf schütteln kann.
Jeden Tag sieht man Mord und Totschlag aus den abstrusesten Gründen.
Jeden Tag sieht man Not und Elend in der Welt.
Nicht jeden Tag lehnt Andreas Kümmert die Teilnahme am GrandPrix ab…

Und dann kommt tatsächlich ein deutscher Dozent daher gelaufen und schafft es, all diese Dramen als Kinkerlitzchen abzutun, weil Ihm die Darstellung seines viralen Experiments, in einem sehr lesenswerten Blog, zwecks viraler Verbreitung des „Experiments“ nicht gefällt.

Bitte klickt alle auf den obigen Link und lest Euch die Geschichte mal durch!

Der. Arme. Kerl!

Ich muss den Link hier nochmal reinkopieren:

http://www.schleckysilberstein.com/2015/03/abgemahnt-fur-einen-aushang-realsatire-trifft-urheberrecht/

Nicht dass, der Fließtext noch jemanden verwirrt und dieser Jemand dann diese schreckliche Leidensgeschichte nicht wahrnimmt.

Könnt ich mir niemals verzeihen, sowas….

Naja, jetzt habt ihr ja alle mitbekommen, wie schlecht das Netz zu Einzelschicksalen sein kann und ich kann beruhigten Gewissens in mein Bettchen kriechen….

Machts gut,

Euer

ÄHM… Moment noch!

Dem ein oder anderen wird unter Umständen aufgefallen sein, dass in den obigen Zeile die ein oder andere Priese Ironie versteckt sein könnte.

Diese Textsensiblen dürfen hier aufhören.

Allen Anderen sei hiermit ins Bewusstsein geblasen, dass der im Artikel von Schlecky Silberstein genannte Dozent, welcher eigentlich ein Teil der Ausbildung unserer geistigen Elite von morgen sein sollte, hier in kleinstgeistiger Manier Menschen wegen etwas Abmahnt, was er selbst bezwecken wollte!

Ich bitte Euch also:
Nehmt Euch diesen Intelligenzverweigerer bittebittebitte NICHT zum Vorbild und seid Euch stets bewusst, dass die Vielfältigkeit des Internets zu großen Teilen auf Grund der viralen Verbreitung von Inhalten beruht!

Denkt bitte daran, bevor Ihr etwas postet, tweetet, blogt, instagramt, oder sonstwie ins Netz stellt*, das dieser Beitrag geteilt, geretweetet, gesternt, geherzt, oder gesonstwast werden kann und dementsprechend wohl auch werden wird!

Also, macht was draus!

Euer daetschemol

*) man sollte vielleicht mal noch rausfinden, ob der liebe Herr Dozent das Foto auf Facebook gepostet hat, da er dann ja die Rechte an diesem Foto vielleicht an FB abgetreten hat….

wehret den Anfängen…

Veröffentlicht: 25/02/2015 in Alltägliches
Schlagwörter:, ,

Gestern:
Freier Eintritt im Museum.
Ägyptenausstellung in (laut Werbeagentur) einem der spannendsten Orte der Welt.
Wäre bestimmt auch gut geworden, hätten sich die Organisatoren der Ausstellung wenigstens ein bisschen Mühe gegeben. Oder sich sogar ein paar Gedanken darüber gemacht, wie sie diese Ausstellung so präsentieren können, dass sie ihrem Potenzial gerecht wird.
Aber ich könnte mich hier nun stundenlang auslassen, ohne Euch einen vernünftigen Eindruck zu vermitteln. Daher will ich Euch kurz mit ein zwei Beispielen langweilen, bevor ich zum eigentlichen Thema komme:

  • Wenn ich als Ausstellung damit „angeben“ würde, dass ich sehr detaillierte Modelle von ägyptischen Tempelanlagen zeigen kann, welche einen besonderen Eindruck dadurch gewähren, dass man sie Aufklappen und somit ihr Inneres betrachten kann, dann würde ich sie auch aufgeklappt ausstellen…
  • Würde mir in der Vitrine eines Exponates der Platz für eine vernünftige Beschriftung des Selben nicht ausreichen, würde ich mir etwas einfallen lassen, wie eine Tafel neben der Vitrine oder Ähnliches.
    Ich würde aber auf keinen Fall einfach mitten im Satz
  • Würde ich neben den ausgestellten Exponaten eine Fotoausstellung eines renommierten Fotojournalisten zum gleichen Thema zeigen, hätte ich den zugehörigen Bildband mit Erklärungen zu den Bilderserien vorrätig und würde nicht nur in einem Schaukasten darauf hinweisen, dass dieser Bildband existiert.

Aber wer bin ich schon, dass ich an solchen Kleinigkeiten hier ewig herummäkeln würde?
Ich möchte ja auch Eure Geduld nicht übermäßig beanspruchen…

Also, nun aber zum Thema!
Ich denke, Ihr habt auch inzwischen verstanden, dass bei dieser Ausstellung noch massig Luft nach oben gewesen wäre; und falls Ihr Euch nun fragen solltet, warum ich deswegen einen solchen Aufriss veranstalte, seid Ihr auch schon zu des Pudels Kern vorgedrungen…

Denn, was mich daran so kolossal ärgert, ist das stiefmütterliche Engagement, mit welchem der Bildung verschriebene Institutionen ihrem (wenn auch selbst auferlegten Bildungs-) Auftrag nachkommen.
Und wenn ich dann noch in Erwägung ziehe, dass ich, als nicht mehr als jugendlich zu erachtender Mensch, in Bezug auf den Durchschnittsbesucher, knappe 30(!) Jahre zu jung war, muss ich doch annehmen, dass Museen sich als Bestandteil des siebten Bildungsweges ansehen.

Was mich dann auch schon, schwuppdiwupp, nach knappen 350 Wörtern, zu dem bringt, was ich eigentlich schreiben wollte:

Wehret den Anfängen!

Auch wenn es in letzten Tagen gerade wieder etwas ruhiger geworden ist, was Themen wie Pegida und sämtliche Idoitie- Derivate anbelangt, hat sich an der momentanen Intoleranz- Welle ja nicht viel geändert.
Und ich befürchte auch, dass dem so bleiben wird, sollte sich nicht grundlegend etwas ändern!

Hier muss ich einen kleinen Einschub einschieben, da es ja viele Menschen gibt, welche stets darum bemüht sind, an Missständen zu arbeiten. Ein sehr schönes Beispiel dafür findet ihr in dem Blog sarahmaria.de, wo unter dem hashtag #BloGeHa zu einer Blog- Parade für mehr Toleranz aufgerufen wird.

Tja, und was sich meiner bescheidenen Meinung nach dringend ändern muss, ist schlicht und ergreifend der Umgang mit Bildung.

Ich will hier jetzt gewiss nicht die nächste Schulreform lostreten (auch wenn das wahrlich kein schlechter Gedanke wäre), sondern nur darauf hinweisen, dass es nicht nur Institutionen mit Lehrauftrag gibt, sondern auch alltäglicher Umgang bildet.

Jeder von uns ist ein Vorbild für seine Umgebung!

Vor Allem Kindern gegenüber ist es relativ leicht, als gutes Vorbild voran zu gehen.
Und das sollte auch jeder von uns in seinem Alltag stets bedenken. Ob dies nun jeder persönlich zu seinem Auftrag macht, indem er Interesse und Neugier vorlebt oder Talente fördert oder ob man „nur“ dafür Sorge trägt, dass das eigene Kind in einem toleranten und möglichst „bunten“ Umfeld aufwächst anstatt nur vor der Flimmerkiste zu versauern, bleibt letztlich jedem selbst überlassen.

Sollte es jedoch anders laufen und die nächste Generation nicht mit Joseph (ultra-koreanischer-Name), Osman, Shoana und Sören zusammen in langweilige Museen gezerrt werden (wo sich die Erwachsenen dann aufregen, wie lieblos die „total krasse Mumie“ da in ihrer Vitrine rumhängt) sondern statt dessen ausschließlich mit Kai- Adolf und Gernot- Herbert an der PS4 Terroristen plattmachen, sehe ich Zeiten auf uns zukommen, in welchen wir uns die lustigen Pegida – Deppen zurückwünschen werden….

 

Also, Rechner aus und vorbildlich sein!

 

Euer daetschemol
(der bei den Eltern Gleichalter sicherlich nie als Vorbild galt)

Vor zwei Tagen töteten zwei Männer zwölf Mitarbeiter der französischen Satire- Zeitschrift „Charlie Hebdo“.

Was seit dem in sämtlich sozialen Netzwerken abgeht, lässt sich kaum noch in Worte fassen. 8 von 10 Leuten sind plötzlich Charlie…
Auch wenn sie eigentlich Peter, Paul und Marie heißen.
Die Welle der Solidarisierung mit den Angehörigen, den Opfern und den Überlebender des Anschlags ist scher überwältigend!

UND DASS IST AUCH GUT SO….!

Ich möchte hier auf keinen Fall den Anschein aufkommen lassen, dass meinerseits die Sinnlosigkeit solcher Gewaltakte nicht mit der nötigen Ernsthaftigkeit behandelt wird…
Aber Moment mal!
Ernshafte Solidarität mit einem Satiremagazin?
Ist das Euer Ernst?

Okay, bevor es zu schwerwiegenden Missverständnissen kommt:
Ich  empfinde den Terror, welcher gerade unser Nachbarland befällt, als höchst verabscheuungswürdig!
Und auch wenn ich die, von der „Front Nationale“ propagierte, Wiedereinführung der Todesstraffe in Frankreich nur ablehnen kann, so finde ich doch, dass diese Kriminelle durch ihre aktuellen Untaten, womit natürlichhh auch die Heute begangenen Gräuel gemeint sind, für ein Belfast- Sixpack prädestiniert haben!

Aber zurück zum Ernst.
Oder besser: zum Thema!

Die Redaktion eines Satiremagazins als terroristisches Ziel… das schreit ja eigentlich schon nach Satire.
Und wenn ich mir anschaue, wie zum Beispiel eines der, wenn nicht sogar DAS, wichtigsten deutschen Satiremagazin auf die Attentate in Frankreich reagiert, bin ich anscheinend nicht alleine mit dieser Einschätzung.

So kommentiert Heute die Titanic schon die Reaktion der Weltmärkte auf den Terror.
Sehr treffend finde ich hierbei die folgende … ähm… Formulierung:

Punktverlust zu beklagen hat indessen die Aktiengesellschaft „Billige antiislamische Meinungen Satireunkundiger“ (BaMS).

Und selbst wenn Satirebetreibende mal einen ernsteren Ton anschlagen, so tun Sie auch dies scheinbar stets mit einem amüsierten Funkeln im Augenwinkel. So waren die ersten Reaktionen der „Titanc“ leicht mit dem berühmten lachenden und weinenden Auge zu asoziieren:
Im Titanic-live-ticker wurde berichtet, es gäbe nach der Pressekonferenz zu den Attentaten noch lecker Schnittchen konnte man bei n-tv dieses Statement von Chefredakteur Tim Wolff lesen. Und obwohl ich jedem (in Worten: JEDEM) nur wärmstens VORSCHREIBEN kann, diesen Text komplett zu lesen, möchte hier einen kurzen Auszug daraus verewigen, um die Verwirrung zu vervollständigen:

Und je ernster die Lage, desto wichtiger der Humor. Komik schafft Distanz zu bedrückenden Ereignissen, sie erlaubt, uneigentlich über eigentlich Unerträgliches zu sprechen – und so den Schrecken zu bekämpfen.

So, jetzt weis wahrscheinlich keiner mehr, was ich hier eigentlich zum Ausdruck bringen wollte…

Also, ich finde es toll, dass so viele Menschen anteil an den tragischen Ereignissen nehmen;
aber so richtig Stolz auf Euch, wäre ich, wenn ihr nicht nur Vorgekautes weiterverbreiten, sondern wenn Ihr dem Schrecken mit Kreativität und Witz entgegentreten würdet!
Und sei es nur dem Vorbild der Titanic zu folgen, und Euch mit Eurem Namen solidarisch zu zeigen.

Denn der Verlust von Eigeninitiative und der Eintritt in Uniformmität, sowie der Unmut sich einer ernsten Sache mit Humor anzunehmen sind die ersten kleinen Siege des Terrors, welche doch tunlichst zu unterbinden sind!

Womit ich nun auch eine Antwort auf die im Titel implizierte Frage, ob ich Charlie bin, geben kann:

No, mon ami!

Je suis daetschemol!

daetschemol uff yuutjuhb gugge….

Veröffentlicht: 10/12/2014 in Alltägliches
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Ich bin hocherfreut!

Wer sich noch an Namen wie Jürgen, Zlatko & co erinnert, wird verstehen, warum ich seit knapp 15 Jahren kein Fernsehen mehr schaue. Okay, ausgenommen nartürlich Abende bei Freunden, wo dann entweder trash- TV im Hintergrund vor sich hintröpfelt oder wir eben gemeinsam Event-Fernsehen schauen.

Aber ein häßlicher Nebeneffekt meiner fernsehmedialen Abwesenheit ist nunmal der Umstand, dass ich auch das ein oder andere tatsächlich gute Format einfach nicht mitbekomme.
Was teilweise wirklich sehr schade ist.
So bin ich zum Beispiel erst durch den deutschen Comedy – Preis auf das großartige Neo- Magazin aufmerksam geworden.
Oder gerade eben auf das leider schon wieder abgesetzte ZDF login.
Wie genau ich darauf jetzt gekommen bin zu erzählen würde wohl jeglichen Rahmen sprengen; weshalb ich versuchen will, Euch eine kurze Zusammenfassung geben:

Auf meiner Youtube – Startseite wurde mir Heute ein Video von einem jumgen Mann empfohlen, welches ich auf Grund des meinen Humor ansprechenden Titels tatsächlich angeklickt habe.
Im Anschuss daran lief dann, bedingt durch die dem Video zugehörige Playlist, die letzte Folge von ZDF login.

Soweit, so einfach.
Aber der Grund für meine eingangs erwähnte Hochfreude war tatsächlich der Inhalt dieser beiden Videos.
Und schon komm ich zum Punkt. Nach nur knapp 200 Wörtern.

Der junge Mann, welcher mir von Youtube empfohlen wurde war „LeFloid“ und zwar mit folgendem, in meinen Augen großartigem, Video:

Okay, viele von Euch werden jetzt wohl sagen, dass das ja wohl schon eine alter Hut sein und warum ich darum solchen Aufwand betriebe…
Ganz einfach: Ich war begeistert und wollte Euch daran teilhaben lassen. (dass ein Youtuber mit über 2 Millionen followern nichts neues mehr sein kann, ist mir natürlich klar,,, )

Aber zurück zu meiner Freude.
Wie schon gesagt, lief im direkten Anschluss daran die letzte Folge von ZDF login. Und auch wenn ich, auf Grund der Länge des Videos, nicht annehme, dass Ihr Euch das hier in Gänze anschaut, möchte ich es Euch hier wenginstens Verlinkt haben.

Allen, denen die Stunde Laufzeit jetzt zuviel war, sei gesagt, der Inhalt der Sendung verdeutlicht, dass es tatsächlich noch intelligente Mensche gibt, die darum bemüht sind deutsches Fernsehen besser zu machen.

Und das ist doch nun wirklich mal ein Grund zur Freude!

Also, freut Euch!

Euer daetschemol

daetschmol schafft sich ab…

Veröffentlicht: 04/12/2014 in Alltägliches
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Es geschieht Erstaunliches!

Eigentlich ja jeden Tag. Das Problem ist nur, dass niemand es mitbekommt!

Ich mein, die Amis starten gerade Ihr Marsprogramm und wollen scheinbar 2030 den bemannten Marsflug wagen; aber bis eine solche Meldung sich an DSDS, dem Supertalen und den „breaking news“ das Hubert Kah sich mal wieder über die Augenbrauen geleckt hat, vorbeigewurschelt hat, hat die gesammte Menschheit den Planeten wohl schon verlassen.

Aber außer einigen wenigen scheint sich daran niemand zu stören.
Und ich glaube auch zu wissen, warum das so ist:

Eigentlich wollte ich hier jetzt DIE ANTWORT hinschreiben; aber vielleicht ist es doch besser, wenn ich das Ganze in einen schönen kleinen Vergleich verpacke…

Also:

Vermisst Ihr nicht auch allmorgentlich Euer ans Bett geliefertes Frischeiomlette mit Kaviar aus der hauseigenen Störzucht und selbstgebackenem Brot; dazu ein Tässchen von dem frisch gerösteten guatemalischen Kaffee?

Nein?

Klar, Ihr seid ja auch nicht daran gewöhnt!
Und ganz genau so verhält es sich mit dem Interesse bei Standartmenschen.
Ich weis ja, dass das Gros von Euch jetzt mindestens eine Braue skeptisch in Richtung Haaransatz wandern lässt, aber an diejenigen sei folgende Bitte angetragen

Fragt doch auf Eurem Heimweg heut einfach mal Euren Nachbarn im ÖPNV-Mittel Eurer Wahl, was so seine / ihre Interessen seien.
Ich bin bereit zu Wetten, dass bis auf ein paar Promille der Befragten mit „Öhm… Joa… bffff“ oder Ähnlichem antworten werden.

Tja, und eigentlich ist das auch garnicht sonderlich schlimm!
Denn wenn man sein Hirn derart selten benutzt, wie das heutzutage üblich zu sein scheint, muss man sich auch garnicht selbst für etwas interessieren; man bekommt ja von RTL II gesagt, was geil ist.

Anbetracht dessen ist es eigentlich auch nicht verwunderlich, wenn die Universität in Texas plötzlich 100 Gehirne vermisst und ein, meines Erachtens nach, respektabler Geist daraufhin Folgendes darauf antwortet:

dnuhrAber genug der Späße!
Das persönliche Interesse der Menschheit liegt im Sterben (grob pauschalisiert; Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel), was aber dementsprechend niemanden interessiert.
Ein Teufelskreis!

Und es kommt noch schlimmer!
Eines der interessantesten Themengebiete in der aktuellen Welt ist mit Sicherheit das Thema der künstlichen Intelligenz.
Verständlich, da natürlich Inteligens ja immer seltenener wird.
Allerdings ist es inzwischen schon so weit, dass führende Köpfe davor warnen.
AUS ANGST DAVOR, DASS DIESE KÜNSTLICHE INTELLIGENZ DIE NATÄRLICHE ÜBERHOLEN KÖNNTE!!!

Da warnt etwa Tesla – Chef Elon Musk vor dieser Technik oder selbst Hawking hat Angst davor.

Also ich schlag mich lieber terminator-style mit intelligenten Maschinen rum, als dabei zuzusehen, wie die Menschheit völlig verblödet und im Folgenden so aussieht:

So, dann mach ich hier für heute mal Schluss, da ich eben blöd genug war, den Artikellink durch das Netz zu schicken, bevor ich mit dem Schreiben fertig war.

Ihr habt jetzt aber erst Mal wieder was zum Nachtrinken

ich verabscheue mich

Euer daetschemol