Trink, trink, Brüderle(in) trink…

Veröffentlicht: 29/01/2013 in Alltägliches, Dummheit
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So weis ein altes Volkslied auch den modernen Mann von heut noch allwöchentlich zu motivieren. Vorallem, wenn die Woche sich dem Ende zu neigt. Schaut man(n ) sich den Text des Liedes dann mal über die Grenzen des Refrains an, findet man auch folgende Zeilen:

Verlieb dich, solange du jung bist, die Hauptsach‘, du bist noch nicht blau, denn wenn man beim fröhlichen Trunk ist, bekommt man sehr leicht eine Frau.

Nun wurde jedoch unlängst bekannt, dass gerade Bruder Brüderle mit eben dieser Strategie nicht wirklich gut gefahren ist. Oder? Was ist da nochmal genau passiert? Die taz beschreibt die Erlebnisse von Frau Himmelreich mit Brüderlein so:

 … zu später Stunde an einer Hotelbar auf ihre Brüste geschaut und gesagt haben soll: „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen“. Zudem soll er ihre Hand genommen, diese geküsst … haben.

Und aus diesem, im Grunde harmlosen Gebahren, entstand eine Bundesweite Sexismusdebatte, während derer sich scheinbar jedes weibliche Wesen des Landes über dieses krude Verhalten brüskiert hat. Jedes weibliche Wesen? Nein, stimmt so wohl nicht. Es waren zwar reichlich, aber es gibt glücklicher Weise auch noch einige Damen, die das ganze Geschehen mit etwas Verstand, statt mit blindem Emanzipationswahn, betrachten. Ein sehr schönes Beispiel dafür gibt es hier.

Aber zurück zum taz- Zitat:
Also in meiner Welt hat in dieser Situation (zu später Stunde, Hotelbar) ein älterer Herr einem „jungen Mädchen“ (perspektivisch betrachtet) ein Kompliment gemacht. Ich mein, wir reden hier immer noch von einem, damals 67 Jahre, alten Politiker aus Gonsenheim. Glücklich verheiratet. Und nicht von einem Endvierziger aus Neu-Köln der sich und seinen Kumpels beweisen muss, dass das Geld für die 400er Packung Viagra nicht verschwendet war.

Da müsst ihr mir natürlich nicht zustimmen, hat ja jeder ein Recht auf meine eigne Meinung… ;o)

Aber stellt euch mal vor, die Geschlechter wären andersrum Verteilt gewesen!
Hätte hier eine Dame im Rentenalter einem jungen Reporter geagt, was er doch für ein strammes Kerlchen sei und ihn auf die Wange geküsst, wäre er vielleicht errötet, hätte die Dame in die Schublade „lüstige Öhm“ geschoben, hätte es vielleicht am nächsten Freitag seinen Kumpels erzählt und den Lacher geerntet, und dann wieder vergessen.
Damit es in dieser Konstellation zu einem vergleichbaren Eklat gekommen wäre, hätte schon unsere Bundesmerkel dem Reporter in den Schritt greifen müssen! Und selbst dann bin ich mir ziemlich sicher, dass der #aufschrei eher ein Stiller gewesen wäre; nämlich der des Reporters unter der Dusche beim Versuch das Erlebte zu verdrängen.

Und das ist der Punkt, an welchem ich mich frage, wie es zu einer solchen Debatte kommen konnte. Im alltäglichen Leben wird ja normaler Weise nur dann derart hitzig debattiert, wenn man sich irgendwie mit der zu diskutierenden Thematik identifiziert; was im aktuellen Beispiel ja bedeuten würde, dass das Gros der Frauen hierzulande das obige „Kompliment“ ebenfalls als „sexuellen Übergriff“ empfände!

Das kann, will und werde ich nicht glauben!

Denn wenn dem so wäre, würde zumindest das deutsche Volk nach der nächsten Generation aussterben.

Übertragen wir das Geschehene doch mal ins alltägliche Leben: Angenommen, irgendein älteren Trunkenbold macht in irgendeiner Kneipe einem um Jahrzehnte jüngeren Mädchen komplimente; wer von Euch würde da sowas denken wie: „Jetzt belästigt der alte Scherenöter das Junge Ding! Wie abstoßend!“ ??? Und glaubt ihr wirklich, dass eine Mittzwanzigerin in unserer Zeit sich nicht zur Wehr zu setzen wüsste, sollte sie sich daran wirklich stören?
Ich denke da viel eher: „Jetzt guck sich einer den alten Kerl an! Der hält sich scheinbar noch für 40 Jahre jünger als er ist. Traurig eigentlich, dass der so allein da rumsitzt.“
Und das Mädel würde wahrscheinlich augenzwinkernd etwas antworten, was sowohl klar machen würde, dass der Alte chancenlos ist, sie ihm seinen Versuch aber nicht übel nimmt. So würde es ja auch laufen, wenn der Altersunterschied nicht vorhanden wäre.

Geschieht jeden Tag überall im Lande:
Er fasst sich ein Herz, geht zu einem Mädel, dass ihm gefällt macht ihr irgendein plattes Kompliment und fragt, ob sie etwas trinken möchte. Erschrenkend oft wird sie dann antworten: „Ja, gerne, mit dem großen Typ mit den langen schwarzen Haaren, der da hinten links in der Ecke tanzt!“ und sich dann in Richtung hinterer linker Ecke entfernen. Und er startet irgendwo den nächsten Anlauf.

Würde das irgendjemand als sexistisch interpretieren?
Wohl kaum!
Warum wird es dann so angesehen, wenn jemand dieses Verhalten an den Tag legt, der halt schon etwas älter ist?
Hinzu kommt noch die hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein älterer Herr soetwas nur sagt, um das Mädchen zu erfreuen. (Die wissen für gewöhnlich schon, dass sie mit den jungen Hüpfern nicht mehr mithalten können. Ist ja nicht jeder ein Hugh Hefner.)
Ist das nicht diskriminierend?
Und wie hätte die öffentliche Meinung wohl ausgesehen, wenn der Altersunterschied nur 20 Jahre betragen hätte?

Tja, vielleicht denkt ihr ja mal drüber nach…

 

Bis die Tage,

Euer daetschemol

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Kommentare
  1. daetschemol sagt:

    Achja, wie’s meistens so ist:
    Kaum fertig geschrieben und dann noch was tolles zum Thema gefunden.
    Guck Euch doch das hier mal noch an:

    http://www.der-postillon.com/2013/01/ratgeber-alles-was-sie-uber-die.html

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