„Es ist mir SCHEIßEGAL…!“

Veröffentlicht: 13/07/2015 in Alltägliches
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Ich bin nicht unbedingt der tagesaktuelle Blogschreiber.

Und meistens schreibe ich über mir begegnete oder auffällige Begebenheiten.

Dass liegt einfach daran, dass ich häufig nicht die Zeit (und Lust) habe, mich durch die mir angebotenen Massenmedien über das tägliche Weltgeschehen zu informieren. Dies ist auf mehreren Umständen begründet, welche wahrscheinlich ein eigenes Diskussionsforum füllen könnten; weshalb ich hier nicht weiter auf diese Gründe eingehen möchte.
Diese Mangelinformation meinerseits führt jedoch oftmals zu sehr intensiven Gesprächen, wenn ich mich von Freunden und Bekannten über die neuesten Schlagzeilen in Kenntnis setzen lasse.

Und so kommt es auch, dass ich mich heute bemüßig fühle, mal wieder etwas zum Geschehen allgemein zum besten zu geben.

Also los:

Es gibt momentan mal wieder einiges an Diskussionswürdigem um uns herum, was auch sehr hitzig diskutiert wird, aber eigentlich nur jede Menge Energie aller Beteiligten verbrennt ohne auf ein sinnvolles Ziel hinzuführen. Um hier im Rahmen zu bleiben, werde ich einfach mal die drei erstbesten, mir einfallenden Themen nennen:

  • Immigranten (allgemein)
  • Freital (Flüchtlinge im besonderen)
  • Grexit (nur als weiteres Beispiel für hitzige Debatten…)

Ich fange mal hinten an, da ich zu Griechenland natürlich eine Meinung habe, jedoch nicht größenwahnsinnig genug bin, diese als Endlösung propagieren zu wollen, behalte ich die einfach mal für mich und gehe umgehend zu den anderen zwei Themen weiter.

Hier könnte ich nun meinen Titel miteinbeziehen; was Euch jedoch mit Sicherheit ein falsches Bild meiner Absichten vermitteln würde.
Daher nehm ich einen kleinen Umweg und versuche Euch einen besseren Einblick in meine Beziehung zu diesem scheinbar Gleichgültigkeit vermittelndem Ausspruch zu gewähren.

In meinen Privatleben sage ich wohl nur wenige (Halb-)Sätze sooft wie „Mir egal“. Trotzdem drücke ich damit nur sehr selten tatsächliche Gleichgültigkeit aus. Eigentlich sogar nur dann, wenn ich nach Essenswünschen gefragt werde und mit „mir egal“ antworte.
In fast allen anderen Fällen drückt dieser Ausspruch eher meine Toleranz gegenüber etwas aus.
Ich will damit zu Erkennen geben,dass mich eine Tatsache, eine Handlungsweise von Anderen, eine möglich Schwierigkeit, oder eine andere, wie auch immer geartete Begebenheit mich nicht in meinem Denken oder Handeln beschränkt, sondern dass ich diese zur Kenntnis genommen, mitbedacht und/oder als unbedeutsam eingestuft habe.

Okay, dass mag vorerst immer noch sehr gleichgültig klingen aber ich denke, Ihr werde es demnächst verstanden haben.

Also, Freital und Immigranten:

Beides momentan (und im Falle der zugewanderten Mitbürger auch immer wieder) Schlagwörter, bei welchen die Emotionen gerne mal hochkochen.
Im Falle der braunen Minderbegabten, welche sich und Ihre intolerante Meinungsmache zum Asylantenheim (ist das noch politisch Korrekt?)* im  Freital in diversen sozialen bzw. asozialen Netzwerken zu profilieren versuchen, krieg ich auch Puls. Im Rahmen von Mitmenschen, welche vielleicht in einem anderen Land geboren wurden denk ich mir lediglich: „mir egal“!

Mal im Ernst, was genau soll denn Bitteschön die Herkunft über einen Menschen ausssagen?
Ich mein, wer kennt denn nicht dieses eine Geschwisterpärchen aus seinem Umfeld, bei welchem eins der Geschwister ein Bombentyp und das Andere eher irgendwie seltsam ist?
Menschen lassen sich für meinen Geschmack nicht so einfach kategorisieren.
Besagtes Geschwisterpärchen hat ja nun wirklich die wohl übereinstimmenste Herkunft, die überhaupt machbar ist, und ist trotzdem völlig verschieden.
Man könnte dieses Beispiel noch weiter dramatisieren, in dem man z.B. sagt, dass man ja auch dem Bombentyp nicht die Freundschaft kündigt, nur weil sein Bruder ein Arsch ist. Analog zu religösem Hintergrund, Herkunft, sexueller Ausrichtung…. Ihr wisst was ich meine.

q.e.d.: Man kann Menschen nicht anhand einzelner Merkmale kategorisieren!

Stattdessen sollten solche Merkmale dem vernuftbegabten Menschen egal sein. Im Sinne der Egalität.

Damit dürfte meine Auffassung von „mir egal“ auch eigentlich aussreichend erklärt sein; aber bevor ich zum Ende komme wollte ich Euch noch schnell eine Hirnverbranntheit zeigen, die mich gestern über Facebook belässtigt hat und von deren Polemik eindrücklich gewarnt sein soll:

dummgebraddl

Das ist jetzt nur ein kleiner Ausschnitt eines Briefes, welcher angeblich von einer jungen Lehrerin verfasst wurde.
Lest Euch doch bitte den ganz Artikel hier durch und bereitet Euch schonmal darauf vor, dass Ihr diese Stammtischweißheiten wohl noch öfter zu hören bekommen werdet.
Oben habt Ihr ja ein paar Anhaltspunkte wie man solch verbalen Diarrhö aushebeln kann.

Also, macht was draus!

Euer daetschemol.

*) politisch Korrekt… auch so ein Thema, das Bände füllen könnte. Irgendwann schreib ich noch was dazu….

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