Mit ‘Internet’ getaggte Beiträge

DHL – Dauert Halt Länger…

Veröffentlicht: 28/07/2015 in Alltägliches
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Ich hab was im Internet bestellt.

Kann ich nicht empfehlen!

Falls Ihr auch vorhaben solltet, etwas via Online- Store zu kaufen: LASST ES!

Oder sorgt zumindest dafür, dass der Verkäufer die Waren nicht mit DHL verschickt, sondern mit einem Dienstleister, welcher sich auf die Auslieferung von Paketen spezialisiert hat.

Denn was geschehen kann, wenn man das weltweit umsatzstärkste Logistikunternehmen beauftragt, möchte ich Euch im Folgenden erzählen.

Es fing damit an, dass der Verkäufer mir einen Tracking- Code für meine Bestellung geschickt hat und ich diesen Service dann auch nutzen wollte. Hier bekam ich dann mitgeteilt, dass ich die Annahme des Pakets verweigert hätte.

Siehe hier:

Screenshot_2015-07-26-17-37-05Das hat mich dann doch verblüfft.

Und zu einer Reihe von Tätigkeiten veranlasst, welche darin gipfelten, DHL via Ihrem Kontaktformular eine Nachricht zukommen zu lassen.

Diese erklärt die restliche Geschichte in einfachen Worten und wird nun von mir, zu Eurer Unterhaltung und als Mahnung an nachfolgende Generationen, hier rein kopiert:

Sehr geehrte DHL,

Ich muss gestehen, dass ich Ihren Service nur selten nutze.
Bisher aus dem Grund, dass ich nur selten Pakete versende bzw. nur sehr selten etwas per Postweg bestelle und daher auch fast nie Pakete erwarte.
Durch den aktuell von Ihnen gebotenen Service bin ich mir nun allerdings sehr sicher, dass ich komplett darauf verzichten werde, auf die von Ihnen angebotene Dienstleistung zurückzugreifen.

Um das erlebte kurz zu schildern:
Ich habe am 23.07.2015 ein Kleidungsstück über das Internet bestellt. Bei einem Händler mit Sitz in Deutschland, um es Ihnen nicht zu schwer zu machen. Dieser Händler wiederum gab die Bestellte Ware zwecks Auslieferung am darauffolgenden Tag (also am 24.07.) zu Ihren Händen und sandte mir in diesem Zuge per eMail einen Tracking- Code zur Nachverfolgung der Sendung.
Dank dieses Tracking- Codes wurde mir auf Ihrer Homepage zur Nachverfolgung nun mitgeteilt, dass ich die Annahme des Pakets am Samstag, den 25.07.2015 um 11:40 Uhr, verweigert habe.
(Hier muss ich kurz meinen Respekt gegenüber der Geschwindigkeit des Pakettransports zum Ausdruck bringen. Chapeau!)

Was mich nun in erster Linie erzürnt, ist der Umstand, dass ich an diesem Tag und zu dieser Zeit mit 5 (in Worten: Fünf!) Bekannten in meiner Küche saß. Bei offener Haustüre. Mit Blick auf den Weg zu eben dieser Haustür. Nur wurde zu dieser Zeit keinerlei Versuch unternommen mir ein Paket zuzustellen. Geschweigen denn, dass ich die Annahme eben dieses verweigert hätte! Warum sollte ich auch? Ich hatte meine Bereitschaft, dieses Paket entgegen zu nehmen ja durch die Bestellung schon zum Ausdruck gebracht.

Naja, kann sich nur um ein Missverständnis handeln, dachte ich mir und bemühte mich darum, selbiges mittels Ihrer Hotline aus der Welt zu schaffen. Cleverer Weise ist Ihre Hotline jedoch nur Montags bis Freitags von 8 bis 20 Uhr besetzt. Also musste ich das Telefonat auf Heute, den 27.07., verschieben.
Nachdem ich dann heute morgen von 8 Uhr 3 bis 8 Uhr 28 der lieblichen Melodie Ihrer Warteschleife gelauscht hatte und 25 Minuten lang von einer Stimme mit den Worten: „In wenigen Augenblicken sind wir für Sie da…. Bitte haben Sie einen Moment Geduld…. Der nächste freie Mitarbeiter ist für Sie reserviert“ verhöhnt wurde, musste ich mit leider vorerst von Ihrer Warteschleife losreissen um meinem Broterwerb nachzugehen. Da ich ja aber sonst überhaupt nichts zu tun habe und die Melodie wirklich eingängig ist, habe ich dieser Hommage an Brian Enos „Music for Airports“ nach Feierabend noch eine halbe Stunde gelauscht. Um dies zu verdeutlichen sende ich Ihnen im Anhang dieser eMail einen fotografischen Beweis dieses letzten Telefonats.

So, dies war meine Beschreibung der Ereignisse und ich währe wirklich höchsterfreut, Ihre Erklärung dafür zu bekommen.
Achso, während meiner Abendsession in zen-buddhistischer Meditation in Ihrer Wartteschleife wurde kurz vor 20 Uhr die Melodie unterbrochen, ich konnte das Geräusch eines Tastendrucks hören und wurde dann wieder in die Warteschleife befördert.
Jetzt freue ich mich aber wirklich auf Ihre Erklärung. Und diese bitte in schriftlicher Form. Die aus zwei Gründen:
1. Ich möchte meinen entstandenen Unmut nicht per Telefon an einem Ihrer, möglicher Weise unschuldigen, Mitarbeiter auslassen und
2. werde ich diese Geschichte, inklusive des Inhalts dieser Feedback- Mitteilung morgen,also am 28.07.2015, um 12:00 Uhr veröffentlichen und möchte Ihnen hiermit die Möglichkeit einer Gegendarstellung geben.

Mit freundlichsten Grüßen

Tja, so war das….

Hier noch schnell das Bild, welches ich an die Nachricht angehängt habe:

IMG_20150727_195918So, das musste ich mir jetzt einfach mal von der Seele schreiben.

Ich bin gespannt, ob ich bis Ihr das zu lesen kriegt noch eine Antwort erhalte.
Falls  ja, stelle ich sie umgehend als Update hier ein…. versprochen!

Also, jetzt, wo Ihr diesen Erfahrungsbericht gelesen habt:

Macht was draus!

Euer daetschemol

Update!

Nein, DHL hat sich noch nicht zu den Vorgängen um mein Paket geäußert.

Aber der Verkäufer hat mir gestern nacht eine eMail geschickt, in welcher er mir mitteilt, dass auf Grund der Aussage der Datenbank der Deutschen Post AG meine Addresse nicht existiert und daher kein erneuter Versand möglich ist…

IMG_20150729_145724Ja, ich war auch überrascht, dass die Post mich so einfach in die Obdachlosigkeit drängen kann.

Nach einem einem kurzen Telefonat (Ja, die gehen echt an Ihr Telefon, wenn Ihre Kunden anrufen) hat die nette Mitarbeiterin das Paket erneut auf die Reise geschickt.
Es geht also weiter… ;o)

Ich werde Euch auf dem Laufenden halten!

Euer daetschemol

Boah….

Es geschehen ja jeden Tag Dinge in der Welt, wo man als, mehr oder minder, intelligenzbegabtes Wesen nur den Kopf schütteln kann.
Jeden Tag sieht man Mord und Totschlag aus den abstrusesten Gründen.
Jeden Tag sieht man Not und Elend in der Welt.
Nicht jeden Tag lehnt Andreas Kümmert die Teilnahme am GrandPrix ab…

Und dann kommt tatsächlich ein deutscher Dozent daher gelaufen und schafft es, all diese Dramen als Kinkerlitzchen abzutun, weil Ihm die Darstellung seines viralen Experiments, in einem sehr lesenswerten Blog, zwecks viraler Verbreitung des „Experiments“ nicht gefällt.

Bitte klickt alle auf den obigen Link und lest Euch die Geschichte mal durch!

Der. Arme. Kerl!

Ich muss den Link hier nochmal reinkopieren:

http://www.schleckysilberstein.com/2015/03/abgemahnt-fur-einen-aushang-realsatire-trifft-urheberrecht/

Nicht dass, der Fließtext noch jemanden verwirrt und dieser Jemand dann diese schreckliche Leidensgeschichte nicht wahrnimmt.

Könnt ich mir niemals verzeihen, sowas….

Naja, jetzt habt ihr ja alle mitbekommen, wie schlecht das Netz zu Einzelschicksalen sein kann und ich kann beruhigten Gewissens in mein Bettchen kriechen….

Machts gut,

Euer

ÄHM… Moment noch!

Dem ein oder anderen wird unter Umständen aufgefallen sein, dass in den obigen Zeile die ein oder andere Priese Ironie versteckt sein könnte.

Diese Textsensiblen dürfen hier aufhören.

Allen Anderen sei hiermit ins Bewusstsein geblasen, dass der im Artikel von Schlecky Silberstein genannte Dozent, welcher eigentlich ein Teil der Ausbildung unserer geistigen Elite von morgen sein sollte, hier in kleinstgeistiger Manier Menschen wegen etwas Abmahnt, was er selbst bezwecken wollte!

Ich bitte Euch also:
Nehmt Euch diesen Intelligenzverweigerer bittebittebitte NICHT zum Vorbild und seid Euch stets bewusst, dass die Vielfältigkeit des Internets zu großen Teilen auf Grund der viralen Verbreitung von Inhalten beruht!

Denkt bitte daran, bevor Ihr etwas postet, tweetet, blogt, instagramt, oder sonstwie ins Netz stellt*, das dieser Beitrag geteilt, geretweetet, gesternt, geherzt, oder gesonstwast werden kann und dementsprechend wohl auch werden wird!

Also, macht was draus!

Euer daetschemol

*) man sollte vielleicht mal noch rausfinden, ob der liebe Herr Dozent das Foto auf Facebook gepostet hat, da er dann ja die Rechte an diesem Foto vielleicht an FB abgetreten hat….

Störtebekers Erben?!

Veröffentlicht: 16/04/2012 in Alltägliches
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Egal wo man in diesen Tagen hinschaut oder -hört, liest oder sich einfach nur aufhält, ständig „springt“ einen ein Pirat an. Zum Glück meist nur in Form von Schlagzeilen oder Gesprächsfetzen aber das kann das Nervenkostüm auch schon in Mitleidenschaft ziehen.

Irgendwer beschuldigt hier die Piraten in der Politik für Anarchie im Internet zu werben und dort wird behauptet, dass der böse 16jährige durch das Kopieren von CDs (Piraterie!) für seine Kumpel die Musikwirtschaft in die Armut treibt; von den Schwerverbrechern, die gar Filme im Internet veröffentlichen und die armen Schauspieler so dazu zwingen, sich mit nur noch 10 Millionen US$ pro Film abspeisen zu lassen, will ich hier gar nicht erst anfangen.

Okay, das mag jetzt ziemlich zynisch klingen (und vielleicht auch so, als hätten „Raubkopierer“ in meinen Augen das Recht, soetwas zu tun) aber wenn man all diese wilden Thesen und Anschuldigungen für bare Münze nähme, wer wäre dann KEIN Verbrecher mehr?
Ja, schon gut, ich hör Euch ja schon alle „ICH“ schreien!

Aber mal ehrlich:Wer hat vor zwanzig Jahren nicht jede CD auf Kassette (der Link ist für die Jüngeren gedacht ;o) ) überspielt, um sie auch im Auto hören zu können? Okay, das war damals die sogenannte „Sicherheitskopie zur eigenen Verwendung“ aber wie viele davon wurden wohl unter Hand an Freunde und Kollegen weitergegeben? Wie viele hatten denn damals Doppelkassettendecks? und wer konnte zwei Kassetten gleichzeitig hören???
Die ersten CD-Brenner? Höllenmaschinen, welche den Untergang der Musikindustrie besiegelten!
Filesharingprogramme wie „Napster“? HÖLLENMASCHINEN, welche den Untergang der Musikindustrie besiegeln!
Filesharingprogramme wie „eMule“? HÖLLENMASCHINEN, welche den Untergang der Filmindustrie besiegeln!
Onlineplattformen wie „Kino.to“? HÖLLEN…. Nein, ich will es nicht schon wieder schreiben müssen, ihr habt bestimmt gemerkt, worauf ich hinaus will.

Irgendwie haben wir (und damit sind auch sämtliche Sparten der Unterhaltungsindustrie gemeint) all diese Entwicklungen er- und letzten Endes auch Überlebt, ohne das Michael Jackson jemals Stütze beantragen musste. Also finde ich, wir können es dabei belassen, dass jemand, der für seinen Fillius illegaler Weise den neuen Zeichentrickfilm aus dem Netz zieht, weil er gerade Doppelschichten schiebt und nicht mit dem Junior ins Kino gehen kann, KEIN Verbrecher ist.
Wie man darüber Urteilen möchte, wenn jemand dies im großen Stil betreibt und sich möglicher Weise noch daran bereichert, steht auf einem anderen Blatt.

Noch kurz zu den Piraten in der Politik (Wirklich kurz, und auch nur Ausnahmsweise!):
Wen es interessiert, was die Piraten fordern und sich nicht auf das Stammtischgespräch in der nächsten Eckkneipe verlassen will, kann sich zum Beispiel hier oder, wer es lieber kurz und bündig mag, hier informieren.
Und dann in die Eckkneipe gehen, welcher ich jeder nur erdenkliche Unterstützung zukommen lassen möchte!

So, dass musste jetzt einfach mal raus.

Also, macht was draus!

Euer daetschemol

ps: Diejenigen, die auf mein Kommentar über ACTA bzw. Urheberrecht gewartet haben, muss ich für heute leider enttäuschen. Vielleicht irgendwann mal. Bis dahin möchte ich Euch aber diesen Artikel von Christoph Hardebusch empfehlen!